In Lernenden Energieeffizienz-Netzwerken (LEEN-Netzwerken) arbeiten zehn bis 15 Unternehmen zusammen, um durch Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen und so zeit- und kosteneffektiv den Energieverbrauch zu senken. Dies vermindert zugleich die energiebedingten Treibhausgasemissionen. Das Bundesumweltministerium hat das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative seit August 2014 laufende Projekt „LEEN100“ zu „LEEN100plus“ aufgestockt und erleichtert die Teilnahme an neuen Energieeffizienz-Netzwerken:

  • Für alle Unternehmen, die an einem LEEN-Netzwerk (Start bis Ende 2017) im Rahmen der Netzwerke-Initiative teilnehmen, entfallen die erforderlichen Lizenzgebühren für die Tools und Arbeitshilfen.
  • Die Teilnehmer der ersten zehn LEEN-Netzwerke, die ab 2015 entstehen, werden mit bis zu 4.000 Euro pro Unternehmen bezuschusst, insbesondere für das Energieaudit oder eine Umsetzungsberatung.
  • Netzwerke mit acht oder neun teilnehmenden Unternehmen mit dem Nachweis weiterer Interessenten können diese Förderung bereits beantragen.
  • Erfahrene Netzwerkentwickler beim Fraunhofer ISI, der Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz (STREKS) und dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) unterstützen Initiatoren und Netzwerkträger kostenfrei bei ihrer konzeptionellen Arbeit der Netzwerk-Entwicklung.

Damit wird die zwischen Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium und Wirtschaftsverbänden vereinbarte Initiative für 500 Energieeffizienz-Netzwerke unterstützt.

Was ist ein LEEN-Netzwerk?

LEEN ist ein Netzwerk-Standard, mit dem Unternehmen die Senkung ihrer Energiekosten gegenüber dem Industriedurchschnitt wesentlich beschleunigen können. Langjährige Erfahrungen mit über 400 teilnehmenden Betrieben haben gezeigt, dass die an LEEN-Netzwerken teilnehmenden Unternehmen ihre Emissionen nach vier Jahren um durchschnittlich 1.000 Tonnen CO2 pro Betrieb vermindern und ihre Energiekosten im Schnitt nach vier Jahren um zehn Prozent reduzieren können. Damit steigern sie ihre Energieeffizienz doppelt so schnell wie der Durchschnitt der Industrie – und damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Wesentliche Ansatzpunkte der gemeinsamen Arbeit im Netzwerk sind Effizienzverbesserungen in den Querschnittstechnologien (zum Beispiel Erzeugung und Verteilung von Druckluft, Wärme und Kälte sowie elektrische Antriebe, Beleuchtung, Abwärmenutzung) und organisatorische Maßnahmen.

Weitere Informationen zu den LEEN-Netzwerken und laufenden Projekten:

 
 

Stimmen aus der Praxis

 
 

Wichtige Fragen

 
 
Label „Good Practice Energieeffizienz“
BMUB Nationale Klimaschutzinititative
Projektträger Jülich
 
 
 

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