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Welchen Mehrwert bietet ein LEEN gegenüber einer (einmaligen) Energieberatung?

Welchen Nutzen haben Betriebe durch die Teilnahmen an solchen Netzwerken und welche Kosten fallen hierfür an? Hier gewinnen Sie einen schnellen Überblick.

  • Energieeffizienzgedanke bleibt mindestens drei bis vier Jahre auf der Tagesordnung und hat damit die Chance, auf allen Ebenen des Betriebs verinnerlicht zu werden.
  • Unabhängige Bewertung möglicher Maßnahmen durch den energietechnischen Berater über den Gesamtbereich der Querschnittstechnologien.
  • Bericht mit Maßnahmenüberblick nach vorgegebenen Qualitätsstandard bietet dem Betrieb eine Liste bewerteter Ansatzpunkte zur Energieeffizienz.
  • Möglichkeiten, Kollegenlösungen für den eigenen Betrieb über die Netzwerkarbeit zu adaptieren („Synergieeffekte“), dadurch deutliche Reduktion der Such- und Entscheidungskosten („Transaktionskosten“) für Energieeffizienzmaßnahmen.
  • Stärkung der Mitarbeitermotivation durch „Wettbewerb“ mit Kollegen und Steigerung der Mitarbeiterkompetenzen durch zu erwartende Lerneffekte.
  • Zielverfolgung durch jährliches Monitoring und damit Imagesteigerung durch glaubwürdigen Klimaschutz.
  • Hohe Kosten-/Nutzenrelation durch gemeinsame Nutzung der Projektinfrastruktur während der Projektdauer.

Stimmen von Teilnehmern und was sie umgesetzt haben:

LEEN bietet damit ein durchgängiges und professionell gestaltetes System, welches die Unternehmen durch den gesamten Analyse- und Entscheidungsprozess führt. Die lernenden Netzwerke konzentrieren sich auf die Querschnittstechnologien (zum Beispiel Druckluft-, Wärme-, Dampf- und Kälteerzeugung, Raumlufttechnik, Abwärmenutzung, Beleuchtung). Jeweils eine der in den teilnehmenden Betrieben häufig vorkommenden Prozesstechnik wird im Rahmen des Projekts „LEEN100plus“ in den jährlichen eintägigen Prozesstechnik-Foren aufgegriffen. Ein jährlicher Erfahrungsaustausch der Netzwerkteams (Netzwerkträger, Moderator, energietechnische Berater) unterstützt die netzwerkübergreifenden Zusammenarbeit.

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Bewertung Aufwand-Nutzen-Verhältnis 
Bewertung Aufwand-Nutzen-Verhältnis

In mittelständischen Unternehmen hat der Energieverantwortliche meist noch eine Reihe anderer Themen in seinem Verantwortungsbereich zu bewältigen. Die Zeit zur intensiveren Bearbeitung von Energieeffizienzthemen ist kaum vorhanden, die Such- und Entscheidungskosten sind hoch. Erfahrungen zu umgesetzten Maßnahmen sind häufig auf wenige erforderliche Umsetzungen begrenzt.

Im geschützten Rahmen der Netzwerktreffen der zehn bis 15 teilnehmenden Betriebe entsteht ein intensiver Austausch dieser Einzelerfahrungen, das heißt ein Know-how-Pool, der die Such- und Entscheidungskosten senkt und zu einer schnelleren, effizienteren Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen führt. Doppelt so schnell die Energieeffizienz steigern wie der Durchschnitt der Industrie, dies haben die knapp 370 Betriebe im Projekt „30 Pilot-Netzwerke zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz“ verwirklicht. Praktisch bedeutet dies rund zehn Prozent Verbrauchssenkung in fünf Jahren.

Die Teilnehmer des Projekts „30 Pilot-Netzwerke“ werten den Ablauf der Netzwerke sehr positiv: Von der Datenerhebung als Vorstufe der energetischen Bewertung haben die meisten Betriebe profitiert und bewerten letztere mit gut bis sehr gut. Die Zusammensetzung des jeweiligen Netzwerks empfanden etwa 90 Prozent der Unternehmen als richtig und nahmen mit ein bis zwei Personen in der Regel an allen Netzwerktreffen teil, die sie in Dauer, Häufigkeit, Vorbereitung und Ablauf, aber besonders bezüglich der Betriebsbegehungen und dem Austausch mit den Vertretern der anderen Teilnehmer als gut bis sehr gut bewerten. Viele nutzen die Kontakte auch jenseits der Netzwerktreffen zu weiteren technischen Themen, aber auch zu Fragen der Managementsysteme, der Bewertung von Lieferanten und so weiter. Die meisten Betriebe schätzen den Nutzen im Verhältnis zum Aufwand als ziemlich bis sehr hoch ein und den Zeitaufwand als eher gering. Anregungen aus der Netzwerkarbeit setzten fast alle Betriebe um, wobei ein Teil der Maßnahmen ohne das Netzwerk nicht umgesetzt worden wären.

Welches sind die einzelnen Elemente des LEEN und was bieten sie mir?

1. Energetische Bewertung der Unternehmen

Der Datenerhebungsbogen ist die Basis für die Betriebsbegehung und damit ein sorgfältiges Ausfüllen unerlässlich für eine effiziente und umfassende Beratung.

Das Ergebnis der energetischen Bewertung legt die Basis für die Maßnahmenumsetzung im einzelnen Betrieb und dessen Zielsetzung sowie für die Zielsetzung und die Themen des Netzwerks. Sie gliedert sich in vier Abschnitte und wird vom energietechnischen Berater unterstützt beziehungsweise durchgeführt:

1. Schritt: Datenerhebung

Abbildung U1: Beurteilung der Datenerhebung 
Abbildung U1: Beurteilung der Datenerhebung

Anhand des standardisierten Datenerhebungsbogens werden allgemeine Unternehmens- und Energiedaten sowie Anlagen- und Maschinendaten abgefragt. Der Bogen wird durch den energetischen Berater im ersten Netzwerktreffen vorgestellt und das Vorgehen erläutert. Die Datenerhebung erfolgt durch den Betrieb selber und kann bei Bedarf durch den energietechnischen Berater unterstützt werden. Die Qualität der Datenerhebung beeinflusst die Vorbereitung des energietechnischen Beraters auf die Betriebsbegehung.

Vorteil diese Vorgehens: Durch die eigene Datenerhebung werden bereits einfache Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung entdeckt, Mitarbeiter zum Mitdenken animiert und hierdurch vorhandene Ideen artikuliert. Über 70 Prozent der Teilnehmer im Projekt „30 Pilot-Netzwerke“ empfanden die Datenerhebung als aufwendig, aber auch als aufschlussreich (Abbildung U1).

2. Schritt: Betriebsbegehung

Berater und Energieverantwortlicher stimmen sich vorher ab, um gegebenenfalls vorhandene Datenlücken zu schließen und den Tagesablauf der Betriebsbegehung zu fixieren sowie sonstige Rahmenbedingungen (zum Beispiel Sicherheitsaspekte, Zugänglichkeit der verschiedenen Bereiche) zu klären. In größeren Betrieben hilft die Checkliste zur Betriebsbegehung, betriebsintern zu organisieren, zu welchem Zeitpunkt welche Verantwortliche für die einzelnen Technikbereiche wann zur Verfügung stehen. Während des Rundgangs werden die einzelnen Maßnahmen identifiziert. Im Durchschnitt wurden in den 30 Pilot-Netzwerken je Betrieb rund 20 Maßnahmen erfasst. Ihre Bewertung ergab im Durchschnitt eine interne Verzinsung der Maßnahmen von 30 Prozent.

3. Schritt: Erstellung des Berichts zur energetischen Bewertung

Festlegung von Mindest- sowie Pflichtvorgaben hinsichtlich Konformität zur DIN EN ISO 50001 sichern ein kontant hohes Qualitätsniveau.

Abbildung U3: Einschätzung der Berichte zur energetischen Bewertung 
Abbildung U3: Einschätzung der Berichte zur energetischen Bewertung

Die Erkenntnisse aus Datenerhebungsbogen und Betriebsbegehung werden in einem Bericht zur energetischen Bewertung nach LEEN zusammengefasst. Technische Berechnungstools unterstützen den Berater hierbei. Abbildung U3 zeigt die hohe Zufriedenheit der Teilnehmer bereits der Pilot-Netzwerke mit den Berichten. Inzwischen wurde der Musterbericht nochmals überarbeitet. Die Festlegung von Mindestvorgaben sowie Pflichtvorgaben hinsichtlich Konformität zur DIN EN ISO 50001 sichern ein konstant hohes Qualitätsniveau. 

Zentraler Bestandteil des Berichts ist der Maßnahmenüberblick, der alle identifizierten Maßnahmen mit ihren wesentlichen Eckdaten (Energieeinsparung, CO2-Reduktion, Wirtschaftlichkeitsbewertung) darstellt.

Der Bericht geht als Rohversion zur Kommentierung an das Unternehmen, damit Berater und das Unternehmen die gleiche Vorstellung zu den ermittelten Potenzialen haben. Der fertige Bericht wird dem Management des Unternehmens vorgestellt und ein vertrauliches Energieeffizienzziel und CO2-Minderungsziel des Unternehmens vereinbart. Die Zielsetzung dient der Orientierung und Motivation; kann es nicht erreicht werden, erfolgen keine Sanktionen.

Maßnahmenüberblick 
Maßnahmenüberblick

4. Schritt: Zielfindung im Netzwerk

Die Netzwerkziele zur Energieeffizienzsteigerung und CO2-Minderung sind Ansporn für gemeinsame Anstrengungen zur Zielerreichung.

Die Festlegung eines gemeinsamen Netzwerkziels zur Energieeffizienzsteigerung und CO2-Minderung schließt die Phase der energetischen Bewertung ab. Orientierung für die Ziele bildet die Summe der absoluten Potenziale aller teilnehmenden Betriebe dividiert durch den absoluten Energieverbrauch dieser Unternehmen. Sind die Energieverbräuche der Teilnehmer sehr unterschiedlich, das heißt ein oder wenige Unternehmen dominieren den Energieverbrauch, bietet sich der Durchschnitt der prozentualen Ziele an. Die Funktion der Vereinbarung der Netzwerksziele ist die Motivation gemeinsam, die Ziele zu erreichen und wird meist in einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung präsentiert.

Abbildung U4: Beurteilung energetische Bewertung 
Abbildung U4: Beurteilung energetische Bewertung

Einschätzung der energetischen Bewertung durch die Teilnehmer der „30 Pilot-Netzwerke“

Die Datenerhebung durch die Unternehmen selber und die gemeinsame Betriebsbegehung mit den energietechnischen Beratern führt zur Berücksichtigung der im Betrieb schlummernden Ideen. Die eigene Einschätzung bestätigt sehen daher rund 80 Prozent der Teilnehmer an den Pilot-Netzwerken. Aber ebenso viele sehen neue Aspekte, die durch den Berater eingebracht wurden.

Sofortmaßnahmen konnten rund 60 Prozent der Unternehmen entdecken und zu wesentlichen Teilen auch umsetzen. Über 80 Prozent der Unternehmen bewerten die energetische Bewertung als gut bis sehr gut.

2. Netzwerktreffen, Wissenspool und Fortbildung der Energieverantwortlichen

Die Netzwerktreffen sind − neben der energetischen Bewertung − das zentrale Instrument der Lernenden Energieeffizienz-Netzwerke. Sie starten parallel zur energetischen Bewertung, um den Kontakt unter den Teilnehmern frühzeitig zu etablieren. Es ist die Aufgabe des Moderators, zusammen mit dem Netzwerkträger und dem energietechnischen Berater die Architektur der Netzwerktreffen festzulegen und zu einem späteren Zeitpunkt an den Wünschen der Teilnehmer zu spiegeln. Meist werden ganztägige oder etwa sechsstündige Treffen vereinbart, für die auch Spielregeln wie Pünktlichkeit, keine Störungen von außen und vor allem Vertraulichkeit festgelegt werden. 

Der Moderator nimmt meist bereits im ersten Treffen die Themen auf, welche die Teilnehmer schon unabhängig vom Ergebnis der energetischen Bewertung bewegen, priorisiert sie mit den Teilnehmern und legt damit die Reihenfolge der Themenbehandlung fest. Themen wie Energiedatenerfassung oder Einführung eines Energiemanagements machen hier häufig den Anfang. Wichtig sind der Austausch über die Erfahrung der ersten Betriebe bei der Datenerfassung und die unterstützenden Erläuterungen des energietechnischen Beraters. Für manch einen Betrieb erleichtert dies, das richtige Maß zwischen der Erhebung notwendiger und wünschenswerter Daten zu finden.

In der Regel viermal pro Jahr, das heißt etwa alle drei Monate, finden die Treffen in einem der teilnehmenden Unternehmen statt. Ideal ist es, wenn das gastgebende Unternehmen zum anstehenden Thema bereits eine Maßnahme verwirklicht hat und nach einer Vorstellung des Unternehmens sowie der Maßnahme diese auch während des Betriebsrundgangs demonstrieren kann.

Vorbereitet werden die Treffen durch den Moderator. Dies beinhaltet auch, themenspezifisch externe Fachreferenten zu suchen und hinsichtlich der Fragen und Bedürfnisse der Teilnehmer zu briefen. Der Moderator führt durch die Veranstaltungen und unterstützt insbesondere den Austausch der Erfahrungen unter den Teilnehmern.

Umsetzung der Maßnahmen 
Umsetzung der Maßnahmen

Fast alle Teilnehmer der „30 Pilot-Netzwerke“ konnten Anregungen aus der Netzwerkarbeit in Maßnahmen umsetzen, und etwa 75 Prozen der Teilnehmer hätten ohne Netzwerk einen Teil der Maßnahmen nicht umgesetzt.

3. Monitoring − ganzheitliche Betrachtung der Zielerreichung

Das Monitoring = Abrundung des PDCA-Zyklus 
Das Monitoring = Abrundung des PDCA-Zyklus

Ein jährliches Monitoring verdeutlicht den zurückgelegten Weg auf dem Zielpfad. Der Bericht zur energetischen Bewertung inklusive Maßnahmenübersicht sowie der Monitoringbericht sind zudem konform nach DIN EN ISO 50001 und können die (Re-) Zertifizierung unterstützen. 

Im Rahmen des Projekts „30 Pilot-Netzwerke“ wurde das Monitoring weiterentwickelt. Es liegt nun ein Tool vor, das nach einer Einführung beziehungsweise Schulung vom einzelnen Teilnehmer für ein kontinuierliches Monitoring genutzt werden kann. Der energietechnische Berater kann hierbei unterstützen. Einmal im Jahr führt er eine Plausibilitätskontrolle sowie die Erfassung der Jahresergebnisse durch. 

Das Monitoring berücksichtigt zwei Aspekte:

  • Bottom-up-Monitoring zur Ermittlung der Effekte von umgesetzten Energieeffizienz-Maßnahmen
  • Top-down-Monitoring zur Kennwertbildung

Das Bottom-up-Monitoring listet alle Maßnahmen, die im Analysejahr im Unternehmen wirksam wurden. Deren Summe ergibt die Einsparungen im jeweiligen Jahr, aus denen die Energieeffizienzsteigerung und CO2-Minderung gegenüber dem Basisjahr ermittelt wird. Änderungen von Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel eine Produktionssteigerung, können die Einsparung beeinflussen und werden mit Korrelationsfaktoren berücksichtigt.

Das Top-down-Monitoring basiert auf Veränderungen des oder der Energieverbrauchskennwerte zwischen Analyse- und Basisjahr. Eine aussagekräftige Energiekennzahl als Quotient aus Energieverbrauch und Produktionsdaten (zum Beispiel Megawattstunde pro Tonne Produkt oder eingesetztem Rohstoff) zu finden, ist häufig nicht trivial. Aber es lohnt sich, sich bei der energetischen Beratung hierüber Gedanken zu machen und das Ergebnis anhand des Monitorings zu testen. Allerdings lässt sich meist nicht vermeiden, dass die Zahlen sehr interpretationsbedürftig sind, da in ihnen alle energiebezogenen Veränderungen erfasst werden, egal worauf sie beruhen.

Die Jahresergebnisse werden in einem nach DIN EN ISO 50001 konformen Bericht durch den energietechnischen Berater zusammengefasst und dienen dem Betrieb als Rückmeldung des erreichten Stands der Umsetzung. 

Eine Zusammenfassung aller Einzelergebnisse führt zu Vergleichswerten mit der Zielsetzung des Netzwerks, die in Abstimmung mit den Teilnehmern öffentlich bekanntgegeben werden.

Die Teilnehmer der „30 Pilot-Netzwerke“ erreichten im Durchschnitt eine Energieeffizienzsteigerung von 2,1 Prozent und eine CO2-Minderung von 2,3 Prozent pro Jahr. In der meist nur dreijährigen Laufzeit der Netzwerke setzten sie in großem Umfang einfache, aber zum Teil auch organisatorisch aufwendige sowie kostenintensive Maßnahmen um. Vielfach ist es für aufwendigere Maßnahmen erforderlich, vorbereitende Maßnahmen zu treffen, die im Rahmen der Netzwerkarbeit in Angriff genommen wurden.

LEEN- oder Mari:e: Was ist für meinen Betrieb geeignet?

Die eingesparten Energiekosten durch realisierte Energieeffizienz-Maßnahmen sollen − neben den Kosten der ergriffenen Maßnahmen − auch die Kosten für die Netzwerkteilnahme decken. In größeren Betrieben (mehr als 500.000 Euro Energiekosten pro Jahr) sind die Einsparpotenziale größer, die Themen meist vielfältiger als in kleineren Betrieben. Daher haben sich aus den Erfahrungen des Projekts „30 Pilot-Netzwerke“ zwei LEEN-Managementsysteme für unterschiedliche Betriebsgrößen entwickelt.

  1. LEEN: Das LEEN-Konzept zeichnet sich insbesondere durch eine umfangreiche energetische Bewertung der Betriebe sowie häufigere Treffen (drei bis vier Mal pro Jahr) aus. Es ist angepasst an die Bedürfnisse größerer Betriebe (mehr als 500.000 Euro Energiekosten pro Jahr) und bringt Energieverantwortlichen ein hohes Maß an Erfahrungsaustausch über Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich der Querschnittstechnologien und der Abwärmenutzung sowie zu aktuellen Themen (zum Beispiel Zertifizierung oder Re-Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001). Die Kosten liegen für vier Jahre bei etwa 30.000 Euro zuzüglich der energetischen Bewertung, die je nach Größe der Betriebe und dem gewünschten Umfang stark schwanken kann. Das Projekt „LEEN100plus“ konzentriert sich in erster Linie auf die Verbreitung dieser LEEN-Netzwerke und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

  2. Mari:e: Im Projekt Mari:e wird das LEEN-Kompakt-System für kleinere Betriebe (bis zu 500.000 Euro Energiekosten pro Jahr) weiterentwickelt. Es konzentriert sich auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU hinsichtlich des Umfangs des Netzwerkaufwands, der Nutzung der KfW-Förderung der energetischen Bewertung und thematisch auf deren typische Querschnitttechniken sowie aktuelle Themen (zum Beispiel Nachweisvorbereitung für ein alternatives System nach Anlage 2 der SpaEfV). Die Kosten liegen etwa zwischen 1.500 und 5.000 Euro pro Jahr je nach Umfang der energetischen Bewertung, der möglichen KfW-Unterstützung der Beratung für KMU und dem Umfang der Netzwerkstruktur (zum Beispiel Anzahl der Treffen). Auch dieses Projekt wird durch das BMUB gefördert.

Gibt es LEEN-Netzwerke in der Nähe meines Unternehmens oder wird hier eines aufgebaut?

Ziel des Projekts „LEEN100plus“ ist es, die Gründung weiterer 40 Netzwerke anzustoßen. Bundesland, Region und Ansprechpartner der uns bekannten Initiierungen finden sie unter Laufende Netzwerke/im Aufbau.

Sie haben kein geeignetes Netzwerk gefunden? Bitte nehmen sie mit uns Kontakt auf!

  • Manche Netzwerkidee ist gegebenenfalls nicht oder noch nicht gelistet, aber wir können Sie mit dem Initiator in Verbindung bringen.
  • Sie kennen noch weitere Betriebe, die an einem Netzwerk teilnehmen würden und suchen einen Initiator/Netzwerkträger in der Region? Hier können wir Sie unterstützen.
  • Oder  wir nehmen Ihre Kontaktdaten in einer internen Liste auf und benachrichtigen Sie, wenn ein Netzwerk in Ihrer Nähe in Angriff genommen wird.
 
 

Stimmen aus der Praxis

 
 

Wichtige Fragen

 
 
BMUB Nationale Klimaschutzinititative
Projektträger Jülich
Label „Good Practice Energieeffizienz“
 
 
 

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